Agent Payments Protocol (AP2) ist eine offene Protokollspezifikation für vertrauenswürdige, agentengeführte Zahlungen. Die hier geprüfte Spezifikation ist Version 0.2.
Wichtige Abgrenzung
AP2 dokumentiert keine universelle Aktivierung in Stripe oder Adyen. Es ist außerdem keine pauschale Garantie dafür, dass ein Agent niemals auf Zahlungsdaten zugreift. Solche Eigenschaften hängen von der konkreten Implementierung und den verwendeten Zahlungsmechanismen ab.
Was AP2 v0.2 festlegt
Die Spezifikation beschreibt kryptografisch signierte Mandates, die prüfbare Nachweise für die Absicht eines Nutzers und die Bedingungen einer Transaktion liefern. AP2 kann als Sicherheitsfunktion innerhalb eines Commerce-Protokolls eingesetzt werden. Die Spezifikation nennt UCP ausdrücklich als kompatibles Protokoll, setzt AP2 aber nicht mit UCP gleich.
Die zwei Mandatstypen
- Checkout Mandate: hält die vom Nutzer akzeptierten Details eines Warenkorbs und Checkouts fest.
- Payment Mandate: autorisiert die Zahlung unter definierten Bedingungen.
Beide Typen können offen oder geschlossen sein. Diese vier Ausprägungen sind Zustände von zwei Mandatstypen, keine vier unterschiedlichen Mandate.
Rollen im Protokoll
AP2 beschreibt fünf Rollen: Shopping Agent, Credential Provider, Merchant, Merchant Payment Processor und Trusted Surface. Eine reale Implementierung muss festlegen, welche Organisation welche Rolle übernimmt und wie Schlüssel, Einwilligung, Widerruf, Belege und Streitfälle behandelt werden.
Was Händler vor einer Implementierung prüfen sollten
- Welche AP2-Version und welche Mandatstypen werden tatsächlich unterstützt?
- Wer signiert, prüft und speichert die Mandate und Belege?
- Wie werden Rückerstattung, Widerruf, Betrug und Streitfälle abgebildet?
- Welche Zahlungsmechanismen unterstützt der eingesetzte Prozessor nachweislich?